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  • Thomas Hartmann

Der YouTube Channel im B2B: welche Art von Video erreicht Ihre Kunden?

Einen YouTube-Channel hat heute fast jedes Unternehmen, es wird fleißig produziert und hochgeladen. Doch wann macht welche Art von Video Sinn? Welche Effekte kann ein Image-Film erreichen und welche Stärken besitzt das Produktvideo? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir unsere langjährigen Erfahrungen und die Ergebnisse unserer Kunden zusammengetragen und versuchen, in diesem Artikel eine Erklärung zu liefern.


Wir unterscheiden hier zwischen den drei grundlegenden Video-Genres:


1. Der Unternehmensfilm – Das alte Eisen im Marketing


Das Urgestein der klassischen Kommunikation ist der Unternehmensfilm. Meist mit wenig informativem und sehr image-gefärbtem Inhalt, emotionaler Aufmachung und längerer Spielzeit, zeigt er seine Stärken im Bereich Image, Markenerlebnis und Markenpositionierung. Im Konzert dieser drei Kommunikationsziele kann er aber nur affektiv und emotional punkten. Der Unternehmensfilm hat in aller Regel eine schlechte Reichweite, wenig Aufrufe und auch sonst wenig motivierende, aktivierende Eigenschaften.


2. Der Produktfilm – Der stabile Allrounder


Ein Produktfilm soll Interesse wecken, Informationen vermitteln, vielleicht sogar ein bisschen Spannung aufbauen. Er ist unserer Meinung nach der stabil positionierte Allrounder, der kognitive und ökonomische Ziele wie Bekanntheitsgrad, Produktwissen und direkte Motivation perfekt vereint. Der hohe Informationsgehalt macht ihn zu einem gern gesehenen und geschätzten Informationsträger, nur in den affektiven Zielen muss er sich dem Unternehmensfilm unterordnen.


3. Das Tutorial – Die starke, helfende Hand


Zu guter Letzt der Sieger nach Punkten: das Tutorial. Anhand unserer Auswertungen haben wir festgestellt, dass Videos aus diesem Genre die relativ betrachtet längste Betrachtungsdauer und größte Reichweite erzielen. Dies ist auch darin begründet, dass es meist nur einen Produktfilm gibt, aber mehrere Tutorials.

Schon rein mengenmäßig kann das Tutorial dem Produktfilm überlegen sein.


In den kognitiven und motivierenden, ökonomischen Zielen liegt das Tutorial deutlich vorne und zeigt den größtmöglichen Nutzen. Es erzeugt ein positives Image, transportiert Serviceorientierung des Unternehmens und es sorgt mittelfristig für wertvolle Kundenkontakte.


Zweifellos hat jedes Genre seine Daseinsberechtigung. Durch mediengerechte, auf „Pull“-Kommunikation ausgelegte Inhalte, lassen Produktfilm und Tutorial dem Unternehmensfilm in der schnellen digitalen Welt aber kaum eine Chance. Videoinhalte werden zu 100% gesucht und „Firma XY Unternehmensfilm“ ist keine häufige Suchanfrage an Google oder YouTube. Im Bereich der emotionalen Ansprache, der Positionierung und langfristigen Imagebildung bleibt der Unternehmensfilm trotzdem unverzichtbar.

Das Produktvideo sticht besonders durch sein hohes Aktivierungspotenzial hervor, da es dem Betrachter rund um die Uhr einen unmittelbaren Mehrwert bietet. Das Tutorial liefert Lösungen für Probleme oder Antworten auf häufige Fragen. Tutorials erhalten besonders viel und lange Aufmerksamkeit, da sie im Kontext eines bestehenden Interesses angesehen werden. Wenn Tutorials gut produziert sind, werden alle Fragen des Kunden beantwortet, die Conversion zum Besuch der Website (etwa 3%) ist daher geringer als bei dem Produktvideo mit meist etwa 10-15%.


Siehe auch unseren Artikel auf t3n

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