23.02.2015

Keine Ahnung von YouTube & Co.

Schlechte Noten für Deut­sche B-to-B Unter­neh­men

Ein Arti­kel anläss­lich des 10-jäh­ri­gen Geburts­ta­ges von YouTube in der Wirt­schafts­wo­che hat uns wie­der dar­auf auf­merk­sam gemacht: 10 Jahre gibt es YouTube, 10 Jahre Erfah­rung mit den Mög­lich­kei­ten die Video im Inter­net bie­tet und den­noch ist das Thema in Deut­schen Unter­neh­men noch lange nicht ange­kom­men. Man bemüht stän­dig das Thema „virale Kom­mu­ni­ka­tion“ zitiert „Old Spice“ oder „Edeka“ und schielt, auch im Bereich B-to-B, auf hohe Klick­zah­len. Dabei kann Video auf Platt­for­men wie YouTube, Dai­ly­mo­tion, Vimeo und vie­len mehr so viel mehr errei­chen als Klicks gene­rie­ren von Leu­ten die nach lus­ti­gen Videos suchen, wenn man nur weiß wie es geht.

Vor dem Spaß beim Dreh kommt das Konzept

Wir haben da einen Film, stellt den mal auf YouTube-

Der Arti­kel in der Wirt­schaft­wo­che zeigt hier auf was alles falsch läuft. Als Bei­spiel wird ein deut­sches Groß­un­ter­neh­men betrach­tet, das mehr als 5000 Videos auf dem YouTube Kanal hoch­ge­la­den hat, teil­weise älter als 6 Jahre mit ein paar hun­dert Views. Man stellt die Frage ob das Unter­neh­men YouTube wohl als eine Art Ablage sieht, wo man alles hin ver­frach­tet was man so hat. Dumm nur dass es ein öffent­li­ches Archiv ist und man sehen kann warum die meis­ten Videos erfolg­los sind: es hat nie­mals ein Kon­zept gege­ben für die­sen Inhalt im Inter­net und damit auch keine medi­en­ge­rechte Auf­be­rei­tung. Es gab ein fil­mi­sches Kon­zept nach dem Motto „Haupt­sa­che der Chef ist von den Bil­dern beein­druckt“. So sieht man da auf­wen­dige Ani­ma­tio­nen von elek­tro­ni­schen Bau­grup­pen oder von einem gro­ßen Rönt­gen­ge­rät, die meist darin bestehen, das die Kamera drum herum oder dar­über hin­weg­ge­führt wird, ein paar flie­gende Schrift­züge mit Super­la­ti­ven und fer­tig. Dann der Flug mit dem Heli­ko­pter oder einer Drohne über die Pro­duk­ti­ons­hal­len, oder durch die Hal­len, unter­malt mit dra­ma­ti­scher Musik. Oft auch pathos-geschwän­ger­ter Ver­kün­dungs­jour­na­lis­mus der tau­send und ein Thema fin­det mit dem sich bewei­sen lässt, wie toll die Firma ist. Das sind Bei­spiele für etwa 90% der Videos die von deut­schen B-to-B Unter­neh­men über Video­por­tale ver­brei­tet wer­den.

Wer soll sich das anschauen und warum? Wel­chen Nutz­wert hat ein Kunde davon, zu erfah­ren dass sich ein Unter­neh­men groß­ar­tig fin­det?

Es stellt sich hier wie­der ein­mal die Frage ob das Thema Inter­net in B-to-B Unter­neh­men ange­kom­men ist. Das oberste Gesetz für Erfolg im Inter­net heißt: nur Inhalte die für die Ziel­gruppe inter­es­sant sind, wer­den gesucht (und genutzt) und das gilt nicht erst seit der neu­es­ten Sau die durch Dorf getrie­ben wird, dem „Con­tent Mar­ke­ting“. Deut­sche Unter­neh­men aber ver­har­ren hier kon­se­quent in der Innen­sicht und ver­öf­fent­li­chen Video­ma­te­rial das Kun­den zei­gen soll wie das Unter­neh­men gerne wahr­ge­nom­men würde. Manch­mal kom­men Sie dann noch zu einem VSEO- Opti­mie­rer damit die Filme tolle Titel, Descrip­tion und Key­words bekom­men. Das hilft ein­mal, zwei­mal und dann las­sen sich die Kun­den nicht mehr hin­ters Licht füh­ren und stra­fen den gan­zen Chan­nel mit Des­in­ter­esse ab. Was hilft die beste Opti­mie­rung wenn der Inhalt nicht die im Titel gege­ben Ver­spre­chen hält?

Dabei ist es gar nicht so schwer wirk­lich erfolg­reich mit Video im Bereich B-to-B zu sein. Unter­neh­men wie Clas­seq machen es vor. Kon­se­quente Kun­den­ori­en­tie­rung, Hil­fe­stel­lung und ech­ter Nutz­wert. Mit einer Kam­pa­gne aus Video-Tuto­ri­als und Fach­pres­se­ar­beit konnte das Unter­neh­men eine hohe 2-stel­lige Umsatz­stei­ge­rung errei­chen und war inner­halb weni­ger Monate ein bekannte Größe im Markt für indus­tri­elle Spül­ma­schi­nen der Gas­tro­no­mie.

Natür­lich gehö­ren im Umgang mit YouTube & Co auch die Kennt­nis der Platt­for­men und Ihrer tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten dazu. „Call to action“ aus dem Video, Quer­ver­lin­kun­gen von Videos, und Instream- Video­kam­pa­gnen im Bereich B-to-B, aber die Haus­auf­ga­ben fan­gen viel, viel wei­ter vorne an und grei­fen ein altes Gesetz der Kom­mu­ni­ka­tion auf: erst Ziel und Inhalt defi­nie­ren und dann ein Video dre­hen und ver­brei­ten.

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