15.04.2015

Kampf der Generationen um Industrie 4.0

50+ bremst und zaudert, Generation Y fordert Realisierung

Alle reden darüber, CEO´s, Verbände und Politiker, Industrie 4.0 das Internet der Dinge, ein großes Bingo der Worthülsen geht durch die Presse und jetzt? Man hat den Eindruck dass die klassische Industrie weitgehend gelähmt ist, sie scheint weit davon entfernt die notwendige Dynamik an den Tag zu legen um im Wettbewerb gegen die Softwaregiganten mithalten zu können. (Wettlauf der Systeme, Spiegel)

60% der Generation Y, die sogenannten Digital Natives, kritisieren an dem Unternehmen in dem Sie arbeiten das es nicht, oder nicht angemessen auf die digitale Transformation der Wirtschaft reagiert. 52% sehen Ihr Unternehmen bedroht durch die Entwicklung und als Grund geben Sie das „traditionelle Denken“ in der Führung der Unternehmen an. Starre, hierarchische Strukturen verhindern eine schnelle und flexible Reaktion. Ein führendes deutsches Industrieunternehmen schließt gerade die Zentralisierung des Managements ab und befindet sich nun mit seiner Organisationsform in Opposition zum Internet und zu dezentralen Entscheidungsstrukturen in der Industrie 4.0

Die Weltwirtschaft befindet sich in einem Umbruch der wirklich beispiellos ist. Seit 200 Jahren die Entwicklung nur in eine Richtung: immer mehr und immer günstiger die immer gleichen Teile produzieren. Jetzt stellt die 4. Industrierevolution alles auf den Kopf. Von der Massenproduktion zur Losgröße 1 und zwar zum gleichen Preis. Dieser extreme Richtungswechsel ändert alles was wir in der Vergangenheit gelernt haben. Auf einmal kann ein 3-D-Drucker ganze Fabriken ersetzen.

Die Industrie: heute von gestern?

Die Industrie: heute von gestern?

Aber auch die Dienstleistung, wird zu großen Teilen von der Digitalisierung erfasst. Uber, Airbnb, greifen Taxigewerbe und Hotels an, Websiteklickbaukästen machen Internetagenturen zu schaffen, Rucksackvideofirmen mit billigen Digital HD-Kameras und Schnittsoftware auf dem Laptop verdrängen klassische Filmproduktionsfirmen, die Aufzählung ist endlos und funktioniert nach dem immer gleichem Muster: Eine Idee und 20 Entwickler kosten 2000, 20.000 oder 200.000 Arbeitsplätze der „old Economy“. „Software eats World“, wer hier wen angreift ist schnell beantwortet zeigt sich allein schon darin: Google kann die meisten Großkonzerne des 19ten und 20sten Jahrhunderts aus der Portokasse kaufen.
Die Dimension und Dynamik der Digitalisierung scheint vielerorts völlig falsch eingeschätzt zu werden und das bereitet jungen Arbeitnehmern Sorgen. So kommt es, dass der klassische Großkonzern zunehmend unattraktiv für junge Leute wird. Bereits 60% finden dass ein digital orientiertes Unternehmen einen attraktiveren Arbeitsplatz bieten kann, als ein klassisches Großunternehmen. Dazu passt es das 70% in der Digitalisierung mehr Chancen sehen als eine Bedrohung.

Es bleibt zu hoffen das sehr bald sehr radikale Veränderungen in der deutschen Industrie stattfinden denn sonst findet sich der Musterschüler von heute, morgen abgehängt in der letzten Reihe wieder und hat den Anschluss an die neue Welt verpasst.

Zur Studie der Markenberatung Prophet (3000 Teilnehmer Generation Y)

Zum Spiegel Artikel "Wettlauf der Systeme"

Kontaktieren Sie uns!


captcha

0800 321 2008 (kostenfrei!)

Kommentieren